Landespräventionsrat Niedersachsen
CTC - communities that care

PaC Prävention als Chance
Gewaltprävention und soziales Lernen im Verbund
Effektivität wahrscheinlich

Programminformationen

Ziel

Förderung und Stärkung sozialer Kompetenzen für den Umgang mit Konflikten;
Verbesserung des Klassen- und Schulklimas;
Reduzierung von Gewalt und anderen Regelverletzungen;
Reduzierung von Verletzungen und Sachschäden;
nachhaltige Implementierung von Gewaltprävention in kommunale Strukturen, an Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern, kommunaler Präventionsrat und kommunale Jugendhilfe

Methode

Zur Erreichung der o.g. Ziele sind Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern erforderlich: Die Förderung von Stärken und sozialen Kompetenzen, insbesondere der Konflikt- Empathie und Kommunikationsfähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen, die Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern, Erzieherinnen / Erzieher und Lehrkräfte und das Angebot besonderer Hilfen für diejenigen Kinder und Jugendlichen, die in bestimmten Situationen oder Problemlagen spezieller Unterstützung bedürfen. Die nachfolgend aufgeführten PaC-Bausteine sind mit entsprechenden Maßnahmen zur Erreichung der PaC-Ziele hinterlegt: "Stärken und Kompetenzen fördern": Diese Bausteine richten sich an die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte. Sie fokussieren nicht vorrangig auf vorhandene Defizite, sondern fördern insbesondere soziale Fähigkeiten und erweitern vorhandene Stärken. Dazu gehören soziales Lernen in Schulen und Kindertageseinrichtungen, Beteiligung und Unterstützung von Eltern und Coaching für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher. "Besondere Hilfen anbieten": Diese Bausteine helfen dabei, Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf, zum Beispiel aus sozial problematischen Familien, zu begleiten und sie in schwierigen Situationen, beispielsweise bei Konflikten, zu unterstützen. Dazu gehören Patenschaften, Partizipationsmethoden wie Peermediation in der Schule sowie Hilfe bei Konflikten und fallbezogene Kooperationen zwischen Jugendhilfe und Schule. In den PaC-Bausteinen werden wissenschaftlich fundierte bzw. evidenzbasierte Maßnahmen und Präventionsprogramme eingesetzt. Zur Umsetzung dieser Bausteine wurden vom PaC-Programmträger Kooperationen mit der der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) geschlossen.

Programmbeschreibung

www.pac-programm.de

weiteres Material:
Ordner "Soziales lernen im Unterricht – Übungen und Materialien für die Sekundarstufe I und Grundschulen" (402 Seiten + CD-ROM, 41,86 €)

Ansprechpartner

Programmkoordinator Norbert Kueß, Landeskriminalamt Niedersachsen, Am Waterlooplatz 11, 30169 Hannover, Tel.: 0511 / 26262 3246 o. 3203, mail@pac-programm.de

Evaluation

noch nicht veröffentlicht

Problemverhalten
 
Das Programm wurde am 24.05.2011 in die Datenbank eingestellt
und zuletzt am 25.10.2016 geändert.
Kommentar der Programm-Verantwortlichen

Änderungsvorschläge vom 23. 6. 2011 zur Formulierung der Ziele, der Zielgruppen und der Methode am 12. 7. 2011 weitgehend übernommen. 03.05.2012 Aktualisierung Ansprechpartner im LKA. 21.01.2013 Ergänzung neue Standorte, Aktualisierung 08.01.2018


Umsetzung und Evaluation

Evaluationsmethode und Ergebnisse

Quasi-experimentelles Kontrollgruppendesign mit pre-post Befragungen (Erzieher, Lehrer und Schüler soweit über 10 Jahre) ohne Follow-up. Die erwartete Verbesserung des Schulklimas wurde nicht erreicht, wohl aber eine weniger starke Verschlechterung als in der Kontrollgruppe. Es ergab sich eine Abnahme des Gewaltniveaus und eine Steigerung der Ablehnung von Gewalt und der sozialen Kompetenz insbesondere bei den Risikogruppen.

Konzeptqualität

Kriterien sind erfüllt

Evaluationsergebnisse
überwiegend positiv
Evaluationsniveau und Beweiskraft
3 Sterne, schwache Beweiskraft
Aufwand
mit (€) gekennzeichnete Posten erfordern finanzielle Leistungen an Externe

Training des PaC-Managers (Beccaria) (€), ca. 1/2 Stelle für PaC-Manager (abhängig von der Größe der Kommune), Materialien für diverse Programm-Bausteine (€), Arbeitszeit für Durchführung der Programm-Bausteine, regelmäßige Gremienarbeit, Training von Multiplikatoren (€), Training von Streitschlichtern und deren Ausbildern (Lehrer) (€) Material für weitere, innerhalb von PaC durchgeführte Programme (€)

erforderliche Kooperationspartner

Erzieherinnen, Eltern, Lehrkräfte, Träger, Jugendämter, Kommune, Trainer (u.a. Landesschulbehörde, Anbieter von Präventionsprogrammen)

Zeit bis zu erwartbaren Auswirkungen auf Risiko- bzw. Schutzfaktoren
Unterstützung bei der Umsetzung

Kurzsteckbrief der Antworten des Programmanbieters auf eine Umfrage des Landespräventionsrates Niedersachsen. Weitere Informationen folgen.


Erfahrungen mit dem Programm

Programm probiert in

Modellphase: Hannover (7 Kindertagesstätten, 3 Grundschulen, 3 weiterführende Schulen, PD Hannover, LHH Hannover); Buxtehude (19 Kindertagesstätten, 6 Grundschulen, 6 weiterführende Schulen, Stadt Buxtehude, PK Buxtehude); Bramsche und Umgebung (18 Kindertagesstätten, 11 Grundschulen, 11 weiterführende Schulen, SG Bersenbrück, Stadt Bramsche, PK Bersenbrück, PK Bramsche, LSchB Abt. Osnabrück, LK Osnabrück FB Jugend)
Nach Ende der Modellphase: Stadt Bramsche/Samtgemeinde Bersenbrück (seit 2009), Gemeinde Uetze (seit Frühjahr 2011), Garbsen - OT Auf der Horst (seit 12/2012), Duderstadt inkl. der Samtgemeinden Radolfshausen und Gieboldehausen (seit 1/2013), Schwarmstedt (seit 7/2014), Flecken Adelebsen (seit 1/2015)

Programm aufgenommen in anderen Datenbanken, best-practice-Listen o.ä.

Die Initiative
Wegweiser Prävention
Deutscher Förderpreis Kriminalprävention 2007


Suchzugänge

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