Landespräventionsrat Niedersachsen
CTC - communities that care

Mobbingfreie Schule
Mobbingfreie Schule - gemeinsam Klasse sein!
Effektivität wahrscheinlich

Programminformationen

Ziel

Zusammenhalt in der Klasse stärken, Basis bilden dafür, dass die Klasse eine tragfähige Gemeinschaft für die Zukunft wird, Aufbau von Kommunikationsstrukturen und der Aufrechterhaltung von Kommunikation im Schulalltag.

Zielgruppe

Klassen 5 und 7 der Sekundarstufe I, Lehrkräfte, Eltern

Methode

Die Schüler/innen lernen in der Projektwoche, was Schülermobbing ist und wie sie diesem Phänomen begegnen können, tauschen sich darüber aus, wie sie sich den Umgang untereinander wünschen, und probieren gemeinsam verschiedene Möglichkeiten und Aktivitäten aus. Dabei stehen Übungen und Spiele zu Kooperation und Perspektivenübernahme im Vordergrund. Sie erfahren, welche Folgen Mobbing für die betroffenen Mitschüler hat und was sie selbst tun können, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Klassenlehrkräfte erhalten Schüler-Rückmeldungen darüber, welche Eigenschaften und Fähigkeiten die Schüler/innen an Lehrkräften schätzen. Es wird auch besprochen, wie es anschließend weitergehen soll. Die Schüler/innen klären z. B. miteinander, ob sie Ansprechpartner/innen aus der Klasse wählen wollen, die bei Streitigkeiten in der Klasse vermitteln, oder wie sie unterrichtsfreie Zeiten in der Schule miteinander verbringen möchten. In einem Elternnachmittag werden auch die Eltern in die Projektwoche einbezogen. Das Programm erfordert eine Vorbereitung der Klassenlehrkräfte, damit diese die Schülerprojektwoche inhaltlich optimal durchführen können. Demenstprechend werden die Lehrkräfte in einer verbindlichen, eintägigen Fortbildung mit dem Material („Anti-Mobbing-Koffer“) und den wichtigsten Aspekten der Mobbingprävention vertraut gemacht.

Material / Instrumente

Anti-Mobbing-Koffer der TK mit Lehrerhandbuch mit dem Konzept, allen Maßnahmen, Übungen und Arbeitsblättern sowie Umsetzungsvorschlägen zur Projektwoche, Filmmaterial (für den Einsatz in den Klassen) in Kombination mit ergänzenden Materialien für Lehrkräfte auf einer DVD (Unterrichtsvorbereitung, Erläuterung einzelner Filmsequenzen, wissenschaftliche Hintergrundinformation) und Material (Flyer, Informationsblätter, Film) für eine Elternveranstaltung am Ende der Projektwoche.

Programmbeschreibung

Techniker Krankenkasse: Mobbingfreie Schule - gemeinsam Klasse sein!

http://www.tk.de/tk/gesunde-lebenswelten/gesunde-schule/mobbing/108934

 

Ansprechpartner

Behörde für Schule und Berufsbildung, Abtl. B5, Beratungsstelle Gewaltprävention (B55)
Postanschrift: Felix-Dahn-Straße 3, 20357 Hamburg, online: www.hamburg.de/gewaltpraevention,
E-Mail: gewaltpraevention@bsb.hamburg.de

 

Evaluation

Beratungsstelle Gewaltprävention des Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI Hamburg) 2009): Mobbing in der Schule. Evaluationsbericht, Hamburg. Evaluationsbericht

Problemverhalten
 
Das Programm wurde am 24.05.2011 in die Datenbank eingestellt
und zuletzt am 22.05.2014 geändert.
Kommentar der Programm-Verantwortlichen

Keine Äußerung bis zum 10. 10. 2011, Verbreitung in weiteren Bundesländern ergänzt am 26.04.2012


Umsetzung und Evaluation

Evaluation
Evaluationsmethode und Ergebnisse

Der Evaluation liegt ein quasi-experimentelles Design (Zuweisung zur Interventions- oder Kontrollgruppe auf Klassenebene) mit drei Messzeitpunkten zu Grunde. Das Follow-Up wurde drei Monate nach der Projektwoche durchgeführt. Untersucht wurde, inwiefern Mobbing durch das Programm reduziert werden konnte. Zur Prüfung wurde das Klassenklima untersucht, insbesondere die „Schüler-Schüler-Beziehung“. Erfragt wurden: Hilfsbereitschaft, Aggression, Diskriminierung von Mitschülern, Zufriedenheit und Konkurrenzverhalten. Aus ethischen Gründen hat die Kontrollgruppe vor der dritten Befragung auch die Projektwoche durchgeführt.
Stichprobe: Aus 59 Klassen an 12 Hamburger Schulen konnten 3417 Datensätze verwertet werden. Aus 20 Klassen kamen Lehrkräfte-Fragebögen zurück.
Ergebnis: Insgesamt ist die gemessene Wirkung klein. In Klassen, wo bereits im Vorfeld ein problematisches Klassenklima vorherrschte, erzielte das Programm deutliche positive Effekte. In weniger problembelasteten Klassen konnte das Klassenklima nicht verbessert, aber auch kein gegenläufiger Effekt festgestellt werden (vermutlich Ceiling-Effekt, Regressions-Effekt ist nicht auszuschließen).

Konzeptqualität

Kriterien sind erfüllt

Evaluationsergebnisse
(überwiegend) positiv
Evaluationsniveau und Beweiskraft
3 Sterne, schwache Beweiskraft
Aufwand
mit (€) gekennzeichnete Posten erfordern finanzielle Leistungen an Externe

Eintägige Schulung der Lehrkräfte, Unterrichtszeit in der Projektwoche, ggf. Qualifizierung zur Krisenintervention bei massivem Mobbing

erforderliche Kooperationspartner

Techniker Krankenkasse und die jeweiligen Ministerien, Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern

Zeit bis zu erwartbaren Auswirkungen auf Risiko- bzw. Schutzfaktoren

Erfahrungen mit dem Programm

Programm probiert in
Hamburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hessen, Berlin, Brandenburg
Programm aufgenommen in anderen Datenbanken, best-practice-Listen o.ä.

Kurzsteckbrief der Antworten des Programmanbieters auf eine Umfrage des Landespräventionsrates Niedersachsen. Weitere Informationen folgen.


Suchzugänge

Schutzfaktoren
Programmtyp
Institutionen
Geschlecht
Alter der Zielgruppe
10 11 12 13 14 

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